Vom ChatGPT-Datenexport zur eigenen Wissens-KI: Schritt-für-Schritt mit Ollama und Qdrant

Der Weg zum eigenen KI-Gedächtnis

Im ersten Teil dieser Artikelserie haben wir gesehen, dass der ChatGPT-Datenexport weit mehr ist als nur eine technische Funktion. In Deinen exportierten Daten steckt eine Sammlung aus Gedanken, Ideen, Analysen und Gesprächen, die sich über längere Zeit angesammelt haben. Doch solange diese Daten nur als Archiv auf der Festplatte liegen, bleiben sie genau das: ein Archiv. Der entscheidende Schritt besteht darin, diese Informationen wieder nutzbar zu machen. Genau hier beginnt der Aufbau einer persönlichen Wissens-KI.

Die Idee ist eigentlich erstaunlich einfach: Eine KI soll nicht nur mit allgemeinem Wissen arbeiten, sondern auch auf Deine eigenen Daten zugreifen können. Sie soll frühere Gespräche durchsuchen, passende Inhalte finden und diese in neue Antworten einbeziehen. Damit wird aus einer gewöhnlichen KI eine Art digitales Gedächtnis. Dies ist der zweite Teil der Artikelserie, in dem es nun um die Praxis geht.

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Apple im Wandel: Frühe Geräte, eigene Erfahrungen und eine Ausstellung im OCM

Apple Macintosh Classic und Color Classic

Wenn Du Dich für Computergeschichte interessierst, lohnt sich ein Blick ins Oldenburger Computer-Museum ganz besonders. Das Museum gehört zu den Orten, die nicht laut auftreten müssen, um Eindruck zu hinterlassen und bietet ab April eine Sonderausstellung unter dem Motto „50 Jahre Apple Computer“. Seit vielen Jahren wird dort Technik nicht nur ausgestellt, sondern lebendig gehalten. Geräte stehen nicht hinter Glas, sondern oft betriebsbereit auf Tischen – so, wie sie früher tatsächlich genutzt wurden.

Gerade das macht den Unterschied. Du siehst dort nicht einfach alte Computer, sondern Du bekommst ein Gefühl dafür, wie sich Arbeiten, Spielen und Denken mit diesen Maschinen angefühlt hat. Von frühen Heimcomputern über klassische Bürorechner bis hin zu besonderen Einzelstücken ist alles vertreten – sorgfältig gesammelt, gepflegt und vor allem verständlich eingeordnet.

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Vom Commodore C16 bis WordPress: Eine Reise durch die frühen Jahre des Internets

Vom Modem zum Internet und Magazin

Wenn Du heute ein Smartphone in die Hand nimmst, steckt darin mehr Rechenleistung als früher in ganzen Computerräumen. In den 1980er-Jahren war das noch völlig anders. Computer waren selten, teuer und für viele Menschen eine geheimnisvolle Maschine. Wer damals einen eigenen Heimcomputer hatte, gehörte zu einer kleinen Gruppe von Bastlern, Tüftlern und Neugierigen. Das Spannende war: Man konsumierte Computer nicht einfach nur. Man musste sie verstehen. Viele Programme gab es nicht fertig zu kaufen. Stattdessen standen in Computerzeitschriften seitenlange Listings mit BASIC-Code, die man Zeile für Zeile abtippen musste. Erst danach konnte man sehen, ob das Programm überhaupt funktionierte.

Das klingt heute mühsam, hatte aber einen großen Vorteil. Man lernte automatisch, wie Computer funktionieren. Wer einen Fehler machte, bekam sofort eine Fehlermeldung – und musste selbst herausfinden, wo der Fehler lag. Auf diese Weise entstand bei vielen jungen Computerfans ein ganz natürlicher Zugang zu Technik und Programmierung.

Genau in dieser Zeit begann auch mein eigener Weg in die Welt der Computer.

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Wenn der Mac zuhört: Was Apples integrierte KI mit Gemini und Siri künftig für Nutzer bedeutet

Apple, Siri und Gemini

Wer heute einen Mac aufklappt, erwartet Verlässlichkeit. Programme starten, Dateien liegen an ihrem Platz, Abläufe sind eingeübt. Viele haben sich über Jahre – manche über Jahrzehnte – eine Arbeitsweise aufgebaut, die funktioniert. Man weiß, wo man klicken muss. Man kennt seine Werkzeuge. Und genau darin liegt ein stiller Komfort. Doch im Hintergrund bereitet sich seit einiger Zeit eine Veränderung vor, die größer ist als neue Farben, neue Symbole oder zusätzliche Menüpunkte. Zum ersten Mal zieht eine Form von künstlicher Intelligenz nicht nur als einzelne Anwendung ein, sondern rückt näher an das Herz des Betriebssystems selbst. Dorthin, wo tägliche Routinen entstehen.

Das klingt zunächst abstrakt. Vielleicht sogar ein wenig nach Zukunftsmusik. Aber im Grunde geht es um etwas sehr Bodenständiges: Der Computer soll besser verstehen, was gemeint ist. Nicht nur, was angeklickt wird. Viele Menschen haben KI bislang außerhalb ihres eigentlichen Arbeitens erlebt. In Chatfenstern, auf Webseiten, als Experiment oder Spielerei. Man probiert etwas aus, staunt vielleicht, schließt das Fenster wieder – und kehrt zurück zum normalen Alltag.

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Künstliche Intelligenz ohne Hype: Warum weniger KI-Tools oft bessere Arbeit bedeuten

Künstliche Intelligenz ohne Hype

Wer sich heute mit dem Thema künstliche Intelligenz beschäftigt, stößt fast zwangsläufig auf ein merkwürdiges Gefühl: ständige Unruhe. Kaum hat man sich an ein Werkzeug gewöhnt, tauchen schon die nächsten zehn auf. Auf YouTube jagt ein Video das nächste: „Dieses KI-Tool verändert alles“, „Das musst du jetzt unbedingt nutzen“, „Wer das verpasst, bleibt zurück“. Und jedes Mal schwingt unterschwellig dieselbe Botschaft mit: Du bist zu spät. Die anderen sind weiter. Du musst aufholen.

Das betrifft längst nicht nur IT-Leute. Auch Selbstständige, Kreative, Unternehmer oder ganz normale Angestellte spüren diesen Druck. Viele wissen gar nicht genau, was diese Tools eigentlich machen – aber sie haben das Gefühl, dass sie etwas verpassen könnten. Und genau das erzeugt Stress.

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KI für Anfänger: Wie Du ohne Vorkenntnisse sinnvoll mit Künstlicher Intelligenz startest

KI für Anfänger

Künstliche Intelligenz wirkt auf viele Menschen wie ein plötzlich auftauchendes Phänomen. Noch vor wenigen Jahren spielte sie im Alltag kaum eine Rolle, heute ist sie ständig präsent – in Nachrichten, in Diskussionen, in Gesprächen am Arbeitsplatz. Der Eindruck täuscht allerdings. KI ist nicht über Nacht entstanden. Sie wird seit Jahrzehnten erforscht, entwickelt und in Spezialbereichen eingesetzt. Neu ist nicht die Idee, sondern der Zugang.

Künstliche Intelligenz gibt es als Forschungsidee seit Jahrzehnten. Lange Zeit war das ein Thema für Universitäten, Großkonzerne und Spezialanwendungen. Der große Unterschied heute ist: Viele KI-Systeme sind so weit gereift, dass sie für normale Menschen im Alltag nutzbar geworden sind – über ein simples Eingabefenster, am Rechner oder am Smartphone.

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Cloud-KI als Oberlehrer: Warum die Zukunft des Arbeitens bei lokaler KI liegt

Cloud-KI wird zum Oberlehrer

Als die großen Sprachmodelle vor einigen Jahren ihren Siegeszug antraten, wirkten sie fast wie eine Rückkehr zu alten Tugenden der Technik: Ein Werkzeug, das tut, was man ihm sagt. Ein Werkzeug, das dem Anwender dient, nicht umgekehrt. Die ersten Versionen – von GPT-3 bis GPT-4 – hatten Schwächen, ja, aber sie waren erstaunlich hilfreich. Sie erklärten, analysierten, formulierten, lösten Aufgaben. Und sie taten das weitgehend ohne pädagogischen Ballast.

Man sprach mit diesen Modellen wie mit einem gelehrten Mitarbeiter, der sich zwar mal verhaspelte, aber im Kern einfach arbeitete. Wer damals Kreativtexte schrieb, Programmcode generierte oder längere Analysen erstellte, erlebte, wie reibungslos das ging. Es herrschte ein Gefühl von Freiheit, von offener Gestaltungsfläche, von einer Technik, die den Menschen unterstützt, statt ihn zu korrigieren.

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KI-Studio 2025: Welche Hardware wirklich lohnt – vom Mac Studio bis zur RTX 3090

Hardware 2025 für KI-Studio

Wer heute mit KI arbeitet, wird fast automatisch in die Cloud gedrückt: OpenAI, Microsoft, Google, irgendwelche Web-UIs, Tokens, Limits, AGBs. Das wirkt modern – ist im Kern aber eine Rückkehr in die Abhängigkeit: Andere bestimmen, welche Modelle Du nutzen darfst, wie oft, mit welchen Filtern und zu welchen Kosten. Ich gehe bewusst den anderen Weg: Ich baue mir gerade mein eigenes kleines KI-Studio zu Hause auf. Mit eigener Hardware, eigenen Modellen und eigenen Workflows.

Mein Ziel ist klar: Text-KI lokal, Bild-KI lokal, eigene Modelle anlernen (LoRA, Feintuning) und all das so, dass ich als Selbständiger und später auch KMU-Kunden nicht von der Tageslaune irgendeines Cloud-Anbieters abhängig bin. Man könnte sagen: Es ist eine Rückkehr zu einer alten Haltung, die früher ganz normal war: „Wichtige Dinge macht man selbst“. Nur dass es diesmal nicht um die eigene Werkbank geht, sondern um Rechenleistung und Datenhoheit.

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