Als die großen Sprachmodelle vor einigen Jahren ihren Siegeszug antraten, wirkten sie fast wie eine Rückkehr zu alten Tugenden der Technik: Ein Werkzeug, das tut, was man ihm sagt. Ein Werkzeug, das dem Anwender dient, nicht umgekehrt. Die ersten Versionen – von GPT-3 bis GPT-4 – hatten Schwächen, ja, aber sie waren erstaunlich hilfreich. Sie erklärten, analysierten, formulierten, lösten Aufgaben. Und sie taten das weitgehend ohne pädagogischen Ballast.
Man sprach mit diesen Modellen wie mit einem gelehrten Mitarbeiter, der sich zwar mal verhaspelte, aber im Kern einfach arbeitete. Wer damals Kreativtexte schrieb, Programmcode generierte oder längere Analysen erstellte, erlebte, wie reibungslos das ging. Es herrschte ein Gefühl von Freiheit, von offener Gestaltungsfläche, von einer Technik, die den Menschen unterstützt, statt ihn zu korrigieren.
Daß sich das Computermuseum, das in dieser Form einzigartig in Deutschland ist, ausgerechnet in Oldenburg befindet, ist natürlich ein sehr glücklicher Zufall. Noch schöner ist die derzeitige Sonderausstellung „35 Jahre Apple Computer“, die das OCM (Oldenburger Computer-Museum) vom 12. Mai bis zum 30. Juni 2011 präsentiert. Ausgestellt werden viele originale Apple Computer vom Apple I clone über die Apple Lisa, Macintosh Portable, Newton Message Pad bis zum aktuellen Apple iPad. Alle ausgestellten Geräte sind voll funktionsfähig und können von den Besuchern benutzt und damit hautnah erlebt werden. Das Oldenburger Computer-Museum besitzt insgesamt über 700 Exponate in der Sammlung und stellt in der Regel etwa 50 Exponate und ca. 20 betriebsbereite Systeme aus. Vom ZX81 über den Atari ST bis zu aktuellen Systemen kommt im Oldenburger Computer-Museum jeder Besucher auf seine Kosten – ohne Kosten… 🙂