FileMaker-Konferenz 2025: KI, Community und ein unerwarteter Vorfall

Die FileMaker-Konferenz 2025 in Hamburg ist vorbei – und sie war in vielerlei Hinsicht ein besonderer Meilenstein. Nicht nur, weil sich in diesem Jahr viele Themen rund um Künstliche Intelligenz, Performance und moderne Workflows konzentrierten – sondern auch, weil der persönliche Austausch und das „Familiäre“ der FileMaker-Community wieder voll zum Tragen kam. Für mich persönlich war es eine intensive, inspirierende und rundum bereichernde Zeit – und das bereits ab dem ersten Abend.


Aktuelle Themen rund um Claris FileMaker

Anreise & Auftakt: Der lange Sonntagabend

Die FileMaker-Konferenz begann offiziell am Montag, aber wie so oft reiste der harte Kern schon am Sonntag an – und dieses Jahr zählte ich eindeutig dazu. Was auf den ersten Blick nach einem entspannten Willkommensabend aussieht, entwickelt sich schnell zu einem echten Netzwerkevent im besten Sinne: offene Gespräche, neue Gesichter, alte Bekannte – und natürlich das ein oder andere Getränk. So kam es, dass wir erst gegen zwei Uhr morgens den Abend beendeten – nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil der Austausch einfach zu spannend war.

Der erste Abend hat seinen ganz eigenen Rhythmus: Kein offizielles Programm, kein Zeitdruck – einfach Menschen, die sich auf einer tiefen, beruflichen und persönlichen Ebene begegnen. Gerade nach der langen Pandemiepause und der digitalen Überdosis der letzten Jahre war es wohltuend, wieder echtes, analoges FileMaker-Leben zu spüren.

Konferenzbeginn: Künstliche Intelligenz im Fokus – aber nicht nur

Am Montag ging es dann richtig los – wenn auch für manche (mich eingeschlossen) mit leichtem Druck auf der Stirn vom Vorabend. Aber genau das macht diese Konferenz aus: Sie lebt nicht nur von Sessions, sondern vom Miteinander – und dazu gehört eben auch ein zu später Stunde geführtes Fachgespräch bei Bier oder Wein.

Inhaltlich war klar zu erkennen: Künstliche Intelligenz hat Einzug gehalten in die FileMaker-Welt. Viele Vorträge und Sessions drehten sich um aktuelle Entwicklungen – sei es in puncto Prompting, Modell-Performance, Client-Server-Kombinationen oder der Integration externer KI-Dienste in FileMaker-Workflows.

FMK2025-Session

Besonders spannend: Die KI-Performance-Session von HOnza

Ein persönliches Highlight war für mich die Session von HOnza, der aus Tschechien von 24U Software angereist war. Er präsentierte aktuelle Tests zur KI-Performance innerhalb von FileMaker, insbesondere im Zusammenspiel mit MLX (Apple Machine Learning-Framework) und verschiedenen lokal laufenden Modellen.

Was früher nur als theoretisches Experiment galt, wird jetzt praktisch umsetzbar: FileMaker-Anwendungen, die direkt mit KI-Modellen interagieren, lokal oder hybrid – und das in Echtzeit. Honzas Tests zeigten eindrucksvoll, welche Geschwindigkeiten mittlerweile erreichbar sind, wenn man die Architektur klug wählt und moderne Komponenten einbindet.

Auch wer bisher KI für ein „externes Thema“ hielt, merkte spätestens hier: Die Zukunft wird intelligent, integriert – und individuell anpassbar. Für Entwickler, die sich heute damit beschäftigen, ergeben sich enorme Möglichkeiten.


Aktuelle Umfrage zur Zukunft von Claris FileMaker und KI

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Weitere Themen: JavaScript, Performance, FileMaker-Optimierung

Neben dem KI-Schwerpunkt gab es natürlich auch Sessions zu klassischen und dennoch hochaktuellen Themen:

  • JavaScript in FileMaker – von grundlegender Integration bis hin zu fortgeschrittenen UI-Anpassungen
  • Performance-Tuning – wie man auch bei großen Datenmengen flüssige Benutzererlebnisse schafft
  • FileMaker-Server-Optimierung – wichtige Tipps für Administratoren, die mehr aus ihrer Hardware herausholen wollen

Alles in allem war die Themenauswahl breit genug, um sowohl für Einsteiger als auch für alte Hasen wertvolle Impulse zu bieten – und gleichzeitig fokussiert genug, um aktuelle Trends greifbar zu machen.

FMM-Awards: Eine schöne Tradition lebt weiter

Am zweiten Konferenztag stand dann ein fester Bestandteil des Konferenzprogramms auf dem Plan: Die Verleihung der FMM-Awards durch Klemens Kegebein vom K&K-Verlag, dem Herausgeber des FileMaker Magazins.

Drei Awards wurden dieses Jahr vergeben – eine würdige Anerkennung für herausragende Leistungen im FileMaker-Umfeld. Ob für innovative Lösungen, kreative Plugins oder wegweisende Community-Beiträge: Der FMM-Award ist nach wie vor ein Symbol für Engagement und Qualität in der Szene. Klemens hat es auch in diesem Jahr verstanden, mit einem kurzen, persönlichen Rückblick jedem Preisträger die verdiente Bühne zu geben – ohne großes Brimborium, aber mit Herz und Fachverstand.

FileMaker-Konferenz 2025: FMM Awards

Unerwartete Unterbrechung: Feueralarm im Hotel – mit Decke, Wind und Humor

Was wäre eine gute Konferenz ohne einen kleinen Zwischenfall? In diesem Jahr war es ein echter Feueralarm, der für einen unvergesslichen Moment sorgte – und dabei unfreiwillig zum Gesprächsstoff des Abends wurde.

Es war der zweite Abend. Die meisten Teilnehmer hatten es sich bereits in der großen Hotelbar gemütlich gemacht. Ein wirklich imposanter Raum mit viel Platz, gedämpftem Licht und einer angenehmen Mischung aus Bier, Wein, Whisky – und ebenso tiefen wie lockeren Gesprächen. Ich selbst war gerade nochmal auf mein Zimmer gefahren – ein kurzer Abstecher, um mir noch eine Zigarette zu drehen. Ich bin also auf meinem Zimmer, drehe mir ganz in Ruhe meine Zigarette und mache mich wieder auf den Weg zurück zum Fahrstuhl. Doch noch bevor ich einsteigen kann, blinken plötzlich die Anzeigen – und auf dem Display steht: „Lift under fire“. Ich stutze, denke: „Na, das ist doch jetzt ein schlechter Scherz…“

Also nehme ich die Treppe – man ist ja vorsichtig – und komme unten an. Dort steht tatsächlich ein Polizist in der Lobby. Ich gehe auf ihn zu und frage ihn ganz entspannt:

„Feuer? Nee, wahrscheinlich nicht, oder? Alles gut?“

Die Antwort des Hamburger Polizisten, trocken wie ein alter Lemberger:

„Weiß ich nicht – irgendwie ist man hier nicht in der Lage, uns Auskunft zu geben.“

Treffender hätte man es nicht formulieren können. Ich dachte mir nur: „Na gut, dann erstmal eine rauchen“. Und während andere vielleicht nervös umherliefen, bin ich ganz entspannt durch den Hinterausgang des Hotels, raus in die frische Luft, und habe meine Zigarette geraucht. Als ich zurück kam, war plötzlich… niemand mehr da. Das ganze Hotel wirkte wie ausgestorben. Ich bin durch den Seiteneingang rein, aber nirgendwo jemand zu sehen. Da dämmerte es mir: Die haben evakuiert! Und tatsächlich – kurze Zeit später begegnete ich drei Kollegen auf dem Gang, die mir bestätigten: Alle Gäste sind nach draußen gebracht worden. Ich hatte also das halbe Szenario glatt verpasst.

FileMaker Konferenz 2025: Feueralarm mit Feuerwehr

Wir wollten dann gemeinsam nachsehen, was los war – aber eine Kollegin musste dringend zur Toilette. Und in freier Wildbahn ist das bekanntlich für Damen ungleich komplizierter. Also habe ich ihnen den Hintereingang gezeigt – und wir sind zu viert nochmal ins Hotel geschlichen. Etwas heikel, weil in der Lobby mittlerweile mehrere Polizisten standen. Doch irgendwie sind die drei an ihnen vorbeigekommen.

Ich selbst bin dann wieder raus – und diesmal nach vorne zur Hauptstraße. Dort stand dann die gesamte Konferenzgesellschaft – fein säuberlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite gruppiert. Nur das Hotelpersonal durfte in der Nähe des Gebäudes bleiben. Und es war windig. Richtig windig. Ich hatte keine Jacke, konnte nicht ins Auto (die Tiefgarage war gesperrt), und so standen wir da – rund 150 Menschen – und froren uns langsam aber sicher den Abend zurecht. Aber: Vorbildlich organisiert. Nach etwa zehn Minuten kam das Hotelpersonal mit einer großen Ladung Wolldecken. Ob von der Feuerwehr oder aus dem Hotel selbst – völlig egal. In jedem Fall: schnell, freundlich, effizient.

Nach rund einer halben Stunde war der Spuk vorbei. Drei Feuerwehrwagen, Polizeifahrzeuge, Sirenen – das komplette Programm. Aber es stellte sich heraus: Fehlalarm. Kein Feuer, kein Rauch – vermutlich hatte ein Rauchmelder in der Küche ausgelöst. Kurz darauf durften wir alle wieder hinein – und unsere Getränke warteten noch auf uns. Der Abend ging weiter, als wäre nichts gewesen – nur eben mit etwas mehr Gesprächsstoff.

Ein kleiner Zwischenfall, der zeigt: Die FileMaker-Community bleibt selbst im Feueralarm stabil. Humor, Zusammenhalt und eine gute Decke helfen durch jede Krise.

FMK2025-Feueralarm-2

Elektronische Rechnungen: Ein Thema mit wachsender Relevanz

Ein deutlich spürbarer Schwerpunkt auf der diesjährigen FileMaker-Konferenz war das Thema elektronische Rechnungsstellung – insbesondere im Hinblick auf die kommenden gesetzlichen Änderungen in Deutschland und der EU. Ab 2025 werden viele Unternehmen zur Ausstellung und Annahme von E-Rechnungen im ZUGFeRD- oder XRechnung-Format verpflichtet sein. In mehreren Gesprächen wurde deutlich, dass sich die FileMaker-Community zunehmend mit der technischen Umsetzung und Integration solcher Formate beschäftigt.

Einige Entwickler zeigten dabei erste individuelle Lösungen auf Basis von FileMaker, während andere die Vorteile fertiger Systeme oder externer Bibliotheken diskutierten. Klar wurde in jedem Fall: Die Zeit, E-Rechnungen in den eigenen Workflow zu integrieren, ist jetzt. Denn die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen wandeln sich schnell – und wer zu spät kommt, den bestraft die Bürokratie.

gFM-Business Professional: E-Rechnung inklusive

Vor diesem Hintergrund ist es erwähnenswert, dass die FileMaker-basierte gFM-Business ERP-Software, speziell die Professional-Version, bereits heute serienmäßig die Erstellung elektronischer Rechnungen unterstützt. Anwender können komfortabel ZUGFeRD- oder XRechnung-kompatible PDF-Dateien direkt aus dem Rechnungslayout erzeugen – auf Knopfdruck und ohne tiefgehende technische Kenntnisse. Das System erzeugt dabei valide XML-Datenstrukturen und bettet sie korrekt in die PDF ein – genau so, wie es von öffentlichen Auftraggebern und vielen größeren Unternehmen gefordert wird.

Anpassbare ERP-Software auf 4 Plattformen
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Diese Funktionalität wurde auf der Konferenz positiv erwähnt, insbesondere von jenen Teilnehmern, die mit wachsendem Aufwand bei der Erstellung und Verarbeitung von E-Rechnungen kämpfen. Wer also eine praxisnahe, sofort einsatzfähige Lösung sucht, um rechtssicher E-Rechnungen zu erzeugen, sollte sich gFM-Business Professional näher ansehen – ein gutes Beispiel dafür, wie moderne FileMaker-Lösungen rechtliche Anforderungen mit Benutzerfreundlichkeit verbinden können.

Offen für Entwickler: gFM-Business als lizenzierbare FileMaker-Basis

Ein besonderes Highlight für FileMaker-Entwickler: Die gFM-Business ERP-Software ist nicht nur als fertige Anwendung erhältlich, sondern auch als offene Lizenz für Entwickler verfügbar. Damit erhalten FileMaker-Profis die Möglichkeit, das gesamte System als ausgereifte Entwicklungsbasis für eigene Kundenprojekte zu nutzen – etwa zur Anpassung an branchenspezifische Anforderungen oder zur Integration weiterer Module wie Lagerverwaltung, Seriennummern oder Fertigungsprozesse.

Die offene Lizenz enthält ein vollwertiges Entwicklermodul, in dem alle Tabellen, Felder, Scripts, Layouts und Funktionen der Software transparent dokumentiert sind – direkt in der Anwendung. Dadurch können Entwickler auf eine solide, dokumentierte Codebasis zurückgreifen, die sich in vielen Jahren Praxis bewährt hat. Besonders bei komplexeren Kundenprojekten oder beim Thema E-Rechnung bietet gFM-Business so einen schnellen und sicheren Einstiegspunkt zur Umsetzung moderner Geschäftsprozesse mit FileMaker.

Rückblick & Perspektive: FileMaker, KI, Zukunft

Der dritte und letzte Tag der Konferenz war dann etwas ruhiger. Man merkte, dass viele Gespräche bereits geführt, viele Eindrücke bereits verarbeitet waren. Doch auch an diesem Tag gab es noch spannende Inhalte.

Claris selbst war mit zwei eigenen Sessions vertreten, die die neuen Möglichkeiten der aktuellen FileMaker-Version vorgestellt haben. Auch in den inoffiziellen Gesprächen wurde klar: Die Integration von Künstlicher Intelligenz in FileMaker wird eines der zentralen Themen der nächsten Jahre. Ob lokal, hybrid oder über APIs – wer sich früh damit beschäftigt, wird langfristig im Vorteil sein. Und wer seine FileMaker-Lösungen mit generativen oder analytischen KI-Funktionen ergänzt, wird nicht nur produktiver, sondern auch wettbewerbsfähiger arbeiten können.

Was nehme ich mit von der FileMaker-Konferenz 2025?

Viele wertvolle Gespräche – teils mit Menschen, die ich seit Jahren kenne, teils mit neuen Gesichtern, bei denen sofort ein Draht da war. Das Gefühl, mit meinem Buchprojekt resonante Impulse gesetzt zu haben – die Reaktionen waren durchweg positiv. Viele sprachen mich direkt darauf an.

Ja, es war eine kleinere Konferenz als früher – vielleicht rund 100 Teilnehmer. Aber genau das machte sie auch wieder besonders familiär. Die FileMaker-Community lebt – und sie wächst auch wieder. Junge Entwickler sind dazugestoßen, erfahrene Entwickler sind geblieben. Und alle eint der Wille, gute Lösungen für echte Menschen zu schaffen.

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