CMD früh erkennen und Selbsttest: Warum Kiefer, Nacken, Kopf und Ohren oft zusammenhängen

CMD Selbsttest

Es gibt Beschwerden, die sich lange nicht einordnen lassen. Ein Ziehen im Kiefer, das man zunächst ignoriert. Kopfschmerzen, die man auf Stress schiebt. Ein leises Knacken beim Öffnen des Mundes, das irgendwann zur Gewohnheit wird. Und dann sind da plötzlich Nackenschmerzen, vielleicht ein leichtes Druckgefühl im Ohr – alles für sich genommen erklärbar, aber im Gesamtbild merkwürdig unklar. Genau so beginnt es bei vielen Menschen. Man geht zum Zahnarzt, vielleicht später zum Orthopäden oder HNO-Arzt. Jeder schaut auf seinen Bereich, und oft findet sich nichts Eindeutiges. Die Beschwerden bleiben – manchmal über Jahre.

Ich habe diesen Weg selbst erlebt. Und erst bei der intensiven Beschäftigung mit dem Thema CMD, insbesondere beim Aufbau eines strukturierten Selbsttests, wurde mir bewusst, wie viele der typischen Symptome ich über die Zeit tatsächlich schon hatte. Einzelne Punkte, die für sich genommen harmlos wirken, ergeben plötzlich ein Gesamtbild. Dieser Artikel soll genau dabei helfen: die Zusammenhänge sichtbar zu machen. Denn der entscheidende Schritt liegt oft nicht in der Behandlung, sondern im Erkennen des Musters.

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Sympathikus, Parasympathikus und Cortisol – wie Stress unseren Körper steuert

Cortisol, Sympathikus und Stress

Stress gehört zum Leben. Ohne Stress würden wir wahrscheinlich morgens kaum aus dem Bett kommen, Herausforderungen meiden und viele Dinge schlicht nicht erledigen. Der menschliche Körper ist seit Jahrtausenden darauf ausgelegt, in bestimmten Situationen schnell reagieren zu können: Gefahr erkennen, Energie mobilisieren, handeln. In solchen Momenten läuft der Organismus auf Hochtouren – Herzschlag, Atmung, Aufmerksamkeit und Muskelspannung steigen an. Dieser Zustand kann sogar lebensrettend sein.

Problematisch wird Stress jedoch dann, wenn er nicht mehr endet. Viele Menschen leben heute in einem Zustand, der sich nicht mehr wie akuter Stress anfühlt, sondern eher wie ein dauerhaft erhöhter Grundpegel. Termine, Konflikte, Informationsflut, ständige Erreichbarkeit – der Körper reagiert darauf oft so, als befände er sich immer wieder in einer potenziellen Gefahrensituation. Doch während unsere Vorfahren nach einer kurzen Phase der Anspannung wieder zur Ruhe kamen, fehlt diese Phase der echten Erholung heute häufig.

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CMD und neue Zahnkrone: Wie eine minimale Fehlhöhe den Körper beeinflusst

CMD und neue Zahnkrone

Es begann unspektakulär. Kein Unfall, kein lauter Knall, kein dramatischer Moment. Eine alte Krone an einem unteren Backenzahn zerbröselte schlichtweg. So etwas passiert irgendwann. Materialien altern, Belastungen summieren sich über Jahre. Ich habe mir darüber zunächst keine großen Gedanken gemacht. Es war kein Notfall, eher ein technisches Problem – etwas, das man repariert und dann abhakt.

Der Termin beim Zahnarzt war entsprechend routiniert. Untersuchung, kurzer Blick, sachliche Erklärung. Die alte Krone musste runter, darunter wurde gereinigt, vorbereitet, aufgebaut. Nichts Außergewöhnliches. Keine langen Diskussionen, keine komplizierten Entscheidungen. Doch leider zeigte sich bald, dass das Problem größer werden und länger andauern würde als zunächst erwartet.

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Multiple Chemikalien Sensitivität neu gedacht – Nervensystem, CMD und funktionelle Ursachen

MCS neu gedacht: Zusammenhang mit CMD und Fehlhaltungen

Ich schreibe diesen Artikel nicht als Arzt, nicht als Umweltmediziner und auch nicht als „Experte“ im klassischen Sinne, sondern aus direkter Erfahrung heraus. Seit etwa fünf bis sechs Jahren habe ich selbst mit chemischen Sensitivitäten zu tun – mal stärker, mal schwächer, aber über längere Zeiträume hinweg eindeutig spürbar.

Rückblickend begann das Ganze bei mir in einem Zeitraum, der auffällig mit einem zahnmedizinischen Eingriff zusammenfiel: Nachdem mir ein Zahn gezogen worden war, traten nach und nach Reaktionen auf, die ich vorher so nicht kannte. Schon damals hatte ich den Verdacht, dass das möglicherweise nicht „nur“ ein Umweltproblem ist, sondern auch mit dem Körper selbst, mit Stressregulation, vielleicht sogar mit Zähnen, Kiefer oder dem gesamten System dahinter zusammenhängen könnte.

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Entgiften ohne Nebenwirkungen? Mein Erfahrungsbericht mit Huminsäuren

Huminsäuren zur sanften Entgiftung

Es gibt Mittel, von denen man erst viel später erfährt, als es eigentlich gut gewesen wäre. So war das bei mir mit den Huminsäuren. In den frühen 2000er-Jahren hatte ich noch einige Amalgamfüllungen, die ich durch modernere Füllungen ersetzen ließ. Noch früher in den 80er-Jahren war das ganz normal – man ging zum Zahnarzt, bekam eine silberne Plombe, und das Thema war erledigt. Von Schwermetallen, Quecksilber oder Ausleitung hat keiner gesprochen. Jedenfalls nicht in der Zahnarztpraxis.

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Zahnreinigung – sinnvoll oder übertrieben? Eine differenzierte Betrachtung

Zahnreinigung - wie oft sinnvoll?

Professionelle Zahnreinigungen gelten heute als Standardempfehlung – oft wird suggeriert, man solle sie alle 6 Monate oder sogar alle 3 Monate durchführen lassen. Wer es sich leisten kann (oder eine gute Zahnzusatzversicherung hat), wird oft gelobt. Doch wie sinnvoll ist das wirklich? Die Antwort ist wie so oft: Es kommt darauf an.

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Lithium: Das vergessene Spurenelement? Eine Betrachtung zur Mikrodosierung

Lithium-Orotat in Mikrodosierung

Wenn man das Wort Lithium hört, denken viele zunächst an moderne Akkus, Batterietechnik oder – mit einem skeptischen Blick – an Psychopharmaka. Doch Lithium ist in Wahrheit viel mehr als das: Es ist ein natürlich vorkommendes Spurenelement, das seit Urzeiten in unserer Umwelt vorkommt – im Gestein, im Wasser und auch in geringen Mengen in pflanzlichen Lebensmitteln.

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MCS: Wenn das Leben dich zum dritten Mal zwingt umzuziehen

Drei erzwungene Umzüge wegen MCS (Multiple Chemical Sensitivity)

Ich schreibe diese Zeilen aus einer Ferienwohnung in Pilsen, Tschechien. Es ist ein einfacher, klar strukturierter Ort. Küche, WLAN, ein guter Tisch zum Arbeiten. Alles, was ich brauche – nicht mehr, nicht weniger. Ich bin nicht hier, weil ich Urlaub mache. Ich bin auch nicht hier, um einer Laune zu folgen oder ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich bin hier, weil ich musste.

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