Es wird viel über Krieg gesprochen. In Nachrichten, Talkshows, Kommentaren, sozialen Medien. Kaum ein Thema ist so präsent – und gleichzeitig so merkwürdig abstrakt. Zahlen, Karten, Frontverläufe, Einschätzungen von Experten. Man weiß, wo etwas passiert, wer beteiligt ist und was auf dem Spiel stehen soll. Was dabei fast vollständig fehlt, sind die Stimmen derer, die Krieg nicht erklärt, sondern erlebt haben.
Vielleicht liegt es daran, dass diese Stimmen langsam verstummen. Vielleicht aber auch daran, dass wir verlernt haben, ihnen zuzuhören.