Wie die Pandemie Ökonomen in Bezug auf Inflation, Wachstum und wirtschaftliche Erholung eines Besseren belehrte

Annahmen von Ökonomen während der Pandemie

Noch während der Corona-Pandemie waren sich viele Ökonomen erstaunlich einig: Die große Gefahr sei eine Phase niedriger Inflation, vielleicht sogar Deflation. Wenige Jahre später zeigt sich ein anderes Bild. Die Inflation erreichte in vielen Ländern historische Höhen, Lieferketten brachen zusammen, und wirtschaftliche Entwicklungen verliefen anders als erwartet.

Die Pandemie war nicht nur eine gesundheitliche Krise – sie war auch ein Stresstest für wirtschaftliche Prognosen. Dieser Beitrag zeigt, wo sich Experten geirrt haben, warum das so war und was sich daraus für zukünftige Einschätzungen lernen lässt.

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Fracking, LNG und Energiepolitik: Eine nüchterne Analyse von Risiken, Chancen und Realität

Erdgas-Fracking und Energiepolitik

Es gibt politische und gesellschaftliche Diskussionen, die verlaufen nicht linear. Sie kommen in Wellen. Fracking ist ein solches Thema. Über Jahre hinweg schien die Sache in Deutschland entschieden. Mit dem Gesetzespaket von 2016 und der daraus resultierenden Regelung ab 2017 war der Rahmen klar: kommerzielles Fracking in unkonventionellen Lagerstätten findet nicht statt. Die Debatte beruhigte sich, das Thema verschwand weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Es war, als hätte man einen Deckel darauf gelegt.

Doch dieser Eindruck täuschte. Denn während die Diskussion in Deutschland abebbte, veränderte sich im Hintergrund die Welt. Die Energieversorgung, die lange als relativ stabil galt, geriet zunehmend unter Druck. Preise begannen zu schwanken, Lieferketten wurden fragiler, geopolitische Spannungen nahmen zu. Spätestens mit den Ereignissen ab 2022 wurde deutlich, dass Energie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein strategisches Gut.

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Vom Ende der Wehrpflicht bis zu Schulstreiks: Die neue Debatte über Bundeswehr und Bildung

Schulstreiks zu Wehrpflicht und Bundeswehr in der Schule

Als ich in den 90er Jahren selbst zur Bundeswehr eingezogen wurde, war das noch ein ziemlich normaler Teil des Lebenswegs vieler junger Männer in Deutschland. Wer die Schule beendet hatte, machte entweder Zivildienst oder Wehrdienst. Das gehörte damals einfach dazu – ähnlich wie eine Ausbildung oder das Studium. Man sprach darüber, man wusste ungefähr, was einen erwartete, und irgendwo hatte fast jeder im Bekanntenkreis jemanden, der gerade beim Bund war oder es kurz zuvor gewesen war.

Ich selbst habe meinen Wehrdienst ebenfalls abgeleistet. Große ideologische Debatten gab es in meinem Umfeld darüber nicht. Natürlich gab es Kritik am Militär oder auch Diskussionen über Auslandseinsätze – aber die Bundeswehr war grundsätzlich ein normaler Bestandteil des Staates. Sie war vorhanden, aber sie spielte im Alltag der meisten Menschen keine besonders dominante Rolle. Interessanterweise galt das auch für die Schule.

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Europa zwischen Meinungsfreiheit und Regulierung: Neues US-Infoportal wirft Fragen auf

EU-Zensur, Hatespeech und das neue US-Portal

Neulich bin ich über eine Information gestolpert, die mich zunächst eher beiläufig interessiert hat – und dann doch nicht mehr losließ. In einem Bericht war davon die Rede, dass die US-Regierung ein neues Online-Portal plane. Ein Portal, das Inhalte zugänglich machen soll, die in bestimmten Regionen der Welt gesperrt sind. Genannt wurden Länder wie Iran oder China. Doch dann fiel ein weiterer Begriff: Europa.

Europa.

Der Gedanke, dass amerikanische Stellen ein Informationsportal entwickeln, das ausdrücklich auch für europäische Bürger gedacht sein soll, weil bestimmte Inhalte hier nicht mehr erreichbar sind, hat mich stutzig gemacht. Nicht empört oder panisch, aber hellhörig. Wenn Europa plötzlich in einem Atemzug mit klassischen Zensurräumen genannt wird, dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.

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Johann Sebastian Bach – Ordnung, Haltung und das Fundament unserer Musik

Johann Sebastian Bach Portrait

Als Kind und Jugendlicher bin ich in einer Musikerfamilie aufgewachsen. Beide Eltern sind Musiklehrer. Meine Mutter spielt Querflöte, mein Vater Klavier. Musik war bei uns zu Hause kein dekorativer Hintergrund, sondern selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Es wurde geübt, unterrichtet, diskutiert, manchmal auch gerungen. Noten lagen aufgeschlagen auf dem Flügel, nicht im Schrank.

Ich selbst habe Klavier gespielt, später auch Saxophon. Und wie so viele, die eine klassische Ausbildung durchlaufen, bin ich irgendwann bei Johann Sebastian Bach gelandet – genauer gesagt beim ersten Präludium aus dem „Wohltemperierten Klavier“. Ich kann es noch spielen. Vielleicht nicht mehr makellos, ich müsste wieder üben. Aber die Struktur dieses Stückes ist mir bis heute präsent. Diese ruhige Folge gebrochener Akkorde, die klare Harmonie, die selbstverständliche Ordnung – schon als Schüler spürt man, dass hier etwas Tragendes geschieht. Dieses Portrait ist meiner Mutter zu ihrem 70. Geburtstag gewidmet, die mir den Klavierunterricht zu jener Zeit ermöglichte.

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Cancel Culture im Westen: Sport, Universitäten, Militär und EU-Sanktionen analysiert

Cancel Culture im Westen

Wenn man heute das Wort „Cancel Culture“ hört, denkt man schnell an Universitäten, soziale Netzwerke oder an prominente Einzelpersonen, die wegen einer unbedachten Äußerung unter Druck geraten. Ursprünglich war das Phänomen tatsächlich stark im kulturellen und akademischen Raum verortet. Es ging um Boykotte, um Proteste, um symbolische Distanzierungen. Doch in den letzten Jahren hat sich etwas verschoben. Die Dynamik ist gewachsen, sie ist ernster geworden – und vor allem: Sie ist politischer geworden.

Heute beobachten wir nicht nur einzelne Debatten um Vorträge oder Twitter-Posts. Wir sehen Sportler, die nicht starten dürfen. Künstler, deren Programme gestrichen werden. Professoren, die unter massiven Druck geraten. Militärs, deren Aussagen binnen Stunden internationale Wellen schlagen. Staaten, die Listen führen. Einreiseverbote. Sanktionen, die nicht nur Institutionen, sondern konkrete Personen treffen.

Das ist mehr als ein kulturelles Randphänomen. Es ist ein politischer Mechanismus geworden.

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Energie, Macht und Abhängigkeit: Europas Weg vom Exportweltmeister zum Nachfrager

Europa und Energie

Wenn Du heute durch Deutschland blickst, dann fällt eines auf: Die Energiesituation ist eine andere als noch vor zwanzig Jahren. Und zwar grundlegend. Vor zwei Jahrzehnten galt Deutschland als Inbegriff industrieller Stabilität. Verlässliche Stromversorgung, kalkulierbare Gaspreise, robuste Netzinfrastruktur. Energie war kein politisches Dauerthema, sondern eine Selbstverständlichkeit. Sie war da. Sie funktionierte. Sie war bezahlbar. Sie war – und das ist entscheidend – planbar.

Heute hingegen ist Energie in Europa, insbesondere in Deutschland, zum strategischen Unsicherheitsfaktor geworden. Preise schwanken, Industrie verlagert Investitionen, politische Debatten drehen sich um Subventionen, Notfallreserven und Abhängigkeiten. Energie ist nicht mehr nur Infrastruktur – sie ist Machtfaktor, Verhandlungsspielraum und geopolitischer Hebel.

In diesem Artikel wollen wir diese Entwicklung in Ruhe nachzeichnen. Nicht alarmistisch oder verschwörerisch, sondern Schritt für Schritt. Was hat sich verändert? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Wer profitiert? Und vor allem: Wie konnte ein energiepolitisch souveräner Kontinent in eine Lage geraten, in der er seine elementarste Grundlage – die Energieversorgung – kaum noch eigenständig kontrolliert?

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Russland, NATO und die Angst vor dem Krieg: Was sich belegen lässt – und was nicht

NATO, Russland und die Angst vor einem Krieg

Dieser Artikel ist nicht aus einem aktuellen Impuls heraus entstanden, nicht aus Empörung oder aus Parteinahme. Er ist vielmehr das Ergebnis einer längeren Beobachtung – und eines wachsenden Unbehagens. Ich habe mich mit Russland nicht erst seit dem Ukrainekrieg beschäftigt. Das Interesse reicht weiter zurück. Schon in der Schulzeit hatte ich Russisch als Fremdsprache, habe mich damals – ganz unaufgeregt – mit Sprache, Geschichte und Mentalität beschäftigt. Dieses frühe Interesse hat dazu geführt, dass ich Entwicklungen dort über Jahre hinweg verfolgt habe, ohne ständig den Blickwinkel zu wechseln.

Gerade deshalb erschreckt mich heute, wie grob, wie vereinfachend und wie selbstsicher viele Bilder über Russland und seine angeblichen Ziele in den öffentlichen Raum gestellt werden – oft ohne Quellen, ohne Kontext, manchmal sogar ohne jede innere Logik. Besonders irritierend wird es dann, wenn solche Narrative nicht nur in Talkshows oder Kommentarspalten auftauchen, sondern von Journalisten, Politikern oder anderen offiziellen Stimmen nahezu unreflektiert übernommen werden. An einem Punkt stellt man sich dann zwangsläufig die Frage:

Stimmt das eigentlich so?

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