Wirtschaftswachstum: Erfolgsrezept oder Auslaufmodell?

Wirtschaftswachstum ein Auslaufmodell?

Wirtschaftswachstum gilt seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Indizien für den Wohlstand und die wirtschaftliche Stärke einer Gesellschaft. Wächst das Bruttoinlandsprodukt, wird dies meist als gute Nachricht verstanden: Unternehmen investieren, Arbeitsplätze entstehen, Einkommen können steigen und der Staat verfügt über zusätzliche finanzielle Spielräume. Wachstum symbolisiert deshalb nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern häufig auch den Erfolg einer Regierung.

Kaum eine wirtschaftspolitische Kennzahl wird entsprechend aufmerksam verfolgt. Schon geringe Veränderungen der Wachstumsprognosen können Börsen bewegen, politische Debatten auslösen und darüber entscheiden, ob ein Staat neue Investitionen wagt oder Sparmaßnahmen erwägt. Doch seit einigen Jahren wird die Vorstellung eines möglichst dauerhaften Wirtschaftswachstums zunehmend hinterfragt. Denn ein steigendes Bruttoinlandsprodukt sagt zunächst lediglich aus, dass innerhalb einer Volkswirtschaft mehr Waren und Dienstleistungen produziert beziehungsweise erbracht wurden. Ob die Menschen dadurch tatsächlich zufriedener, gesünder oder sicherer leben, lässt sich daraus nicht unmittelbar ablesen.

Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Ist Wirtschaftswachstum tatsächlich noch das zentrale Ziel, für das Gesellschaften und Regierungen kämpfen sollten? Oder benötigen wir inzwischen zusätzliche Maßstäbe, um den Erfolg eines Landes beurteilen zu können?

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42 Jahre Wahlprogramme: Wie sich Deutschlands Parteien verändert haben

42 Jahre Wahlprogramme deutscher Parteien im Vergleich

Politische Begriffe haben eine erstaunlich lange Lebensdauer. Seit Jahrzehnten sprechen wir von links und rechts, von konservativ und progressiv, von liberal, sozial oder ökologisch. Die Wörter sind weitgehend dieselben geblieben. Aber gilt das auch für die politischen Positionen, die sich dahinter verbergen?

Genau diese Frage war der Ausgangspunkt für diesen Vergleich. Mich interessiert dabei weniger, wie Parteien ihre eigene Geschichte heute beschreiben oder wie politische Entwicklungen im Rückblick eingeordnet werden. Viel interessanter erscheint mir eine einfachere Methode: Man nimmt die Wahlprogramme aus verschiedenen Jahrzehnten und legt sie nebeneinander.

Was forderte die CDU/CSU 1983 tatsächlich? Was schrieb die SPD damals über Wirtschaft, Familie, Verteidigung oder Asyl? Welche Vorstellungen hatten die Grünen in ihrem ersten Bundestagswahlkampf von NATO, Bundeswehr und Energieversorgung? Wofür stand die FDP? Und was findet sich davon 1990 und schließlich 2025 noch in den Programmen wieder? Dabei können interessante Verschiebungen sichtbar werden. Aber welche das sind, soll nicht am Anfang dieses Artikels feststehen.

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Reichtum im Eis – warum Grönlands Rohstoffboom unsicher bleibt

Rohstoffe in Grönland

Unter dem Eis Grönlands liegt ein Versprechen, das seit Jahren die Fantasie von Politik, Wirtschaft und Investoren beschäftigt: seltene Erden, kritische Mineralien, Öl, Gas und andere Rohstoffe, die in einer rohstoffhungrigen Welt immer wichtiger werden könnten. Je stärker der Klimawandel die arktischen Regionen verändert, desto häufiger wird Grönland als künftiger Gewinner dieser Entwicklung beschrieben.

Doch so einfach ist die Rechnung nicht. Zwischen geologischen Vorkommen und wirtschaftlich rentabler Förderung liegen politische Entscheidungen, hohe Kosten, fehlende Infrastruktur, schwankende Rohstoffpreise und eine Bevölkerung, die nicht jede Form industrieller Erschließung mittragen muss. Grönland ist damit weniger ein sicherer Rohstoffgigant als ein Beispiel dafür, wie groß der Abstand zwischen Potenzial und Wirklichkeit sein kann.

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Donald Trump im System USA – Herkunft, Macht, Medien und Wirkung

Donald Trump im System USA

Donald Trump ist keine gewöhnliche politische Figur. Er ist kein klassischer Staatsmann, kein ideologisch geschulter Parteisoldat, kein Produkt jahrzehntelanger Washingtoner Netzwerke. Trump ist vor allem eines: eine Projektionsfläche. Für Hoffnungen, für Ängste, für Wut, für Ablehnung – und für Erwartungen, die weit über konkrete Politik hinausgehen. Genau darin liegt der Grund, warum ein Porträt über ihn sinnvoll ist. Man muss ihn nicht mögen oder ablehnen, aber er macht definitiv etwas sichtbar, das vorher bereits da war.

Trump steht nicht nur für Entscheidungen oder Programme. Er steht für einen Bruch im politischen Selbstverständnis der westlichen Welt. Und dieser Bruch lässt sich nicht erklären, wenn man ihn nur als „Populisten“, „Provokateur“ oder „Unfall der Geschichte“ betrachtet. Wer Trump verstehen will, muss ihn als Symptom und zugleich als Akteur betrachten.

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Wie die Pandemie Ökonomen in Bezug auf Inflation, Wachstum und wirtschaftliche Erholung eines Besseren belehrte

Annahmen von Ökonomen während der Pandemie

Noch während der Corona-Pandemie waren sich viele Ökonomen erstaunlich einig: Die große Gefahr sei eine Phase niedriger Inflation, vielleicht sogar Deflation. Wenige Jahre später zeigt sich ein anderes Bild. Die Inflation erreichte in vielen Ländern historische Höhen, Lieferketten brachen zusammen, und wirtschaftliche Entwicklungen verliefen anders als erwartet.

Die Pandemie war nicht nur eine gesundheitliche Krise – sie war auch ein Stresstest für wirtschaftliche Prognosen. Dieser Beitrag zeigt, wo sich Experten geirrt haben, warum das so war und was sich daraus für zukünftige Einschätzungen lernen lässt.

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Fracking, LNG und Energiepolitik: Eine nüchterne Analyse von Risiken, Chancen und Realität

Erdgas-Fracking und Energiepolitik

Es gibt politische und gesellschaftliche Diskussionen, die verlaufen nicht linear. Sie kommen in Wellen. Fracking ist ein solches Thema. Über Jahre hinweg schien die Sache in Deutschland entschieden. Mit dem Gesetzespaket von 2016 und der daraus resultierenden Regelung ab 2017 war der Rahmen klar: kommerzielles Fracking in unkonventionellen Lagerstätten findet nicht statt. Die Debatte beruhigte sich, das Thema verschwand weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Es war, als hätte man einen Deckel darauf gelegt.

Doch dieser Eindruck täuschte. Denn während die Diskussion in Deutschland abebbte, veränderte sich im Hintergrund die Welt. Die Energieversorgung, die lange als relativ stabil galt, geriet zunehmend unter Druck. Preise begannen zu schwanken, Lieferketten wurden fragiler, geopolitische Spannungen nahmen zu. Spätestens mit den Ereignissen ab 2022 wurde deutlich, dass Energie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein strategisches Gut.

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Wer ist eigentlich J. D. Vance? Ein Portrait zu Herkunft, Karriere, Widersprüchen und Zukunft

Wer ist J. D. Vance?

In der internationalen Berichterstattung über die Vereinigten Staaten dominieren meist die großen, lauten Figuren. Namen, die polarisieren, die provozieren, die Schlagzeilen erzeugen. Für viele europäische Beobachter ist Politik in den USA daher oft ein Wechselspiel aus Zuspitzung, Konflikt und klar erkennbaren Gegensätzen. Und dann taucht plötzlich ein Name auf, der zunächst gar nicht in dieses Bild passt: J. D. Vance.

Kein klassischer Lautsprecher. Kein Mann der großen Gesten. Kein Politiker, der sofort durch markige Worte auffällt. Und doch ist er plötzlich da – in Interviews, in Analysen, in politischen Debatten. Nicht als Randfigur, sondern als jemand, der offensichtlich eine Rolle spielt, die größer ist, als sie auf den ersten Blick wirkt. Für viele Leser in Deutschland oder Europa beginnt an genau diesem Punkt die eigentliche Frage: Wer ist dieser Mann überhaupt – und warum wird er plötzlich so wichtig?

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Der Iran-Israel-Konflikt: Warum diese Eskalation der strategische Albtraum des Westens ist

Israel-Iran - Strategischer Albtraum

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen man spürt, dass sich etwas verschiebt. Nicht schlagartig, nicht mit einer einzigen Entscheidung, sondern wie eine Linie, die langsam, aber unaufhaltsam durch den Staub alter Gewissheiten zieht. Die vergangenen Tage gehören zu solchen Momenten. Ich habe mich lange gefragt, ob ich diesen Leitartikel wirklich schreiben soll – schließlich habe ich mich schon einmal ausführlich mit dem Iran beschäftigt und dabei auch deutlich gemacht, dass man dieses Land und seine Machtstrukturen nur versteht, wenn man die jahrzehntelangen Linien betrachtet. Aber genau diese Linien sind jetzt wieder sichtbar geworden, deutlicher denn je.

Was mich selbst aufhorchen lässt, sind nicht nur die harten Fakten: die nächtlichen Einschläge, die Überlastung der israelischen Raketenabwehr, die Rhetorik der politischen Führer, die zunehmende Machtverschiebung im Hintergrund. Es ist das Muster, das dahinterliegt – das Gefühl, dass hier ein Konflikt in eine Phase eindringt, die für jeden Strategen zum Albtraum wird. Und genau deshalb schreibe ich diesen Artikel: weil viele die Oberfläche sehen, aber kaum jemand versteht, was sich darunter zusammenzieht.

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