Dauerkrise als Normalzustand: Wie Narrative unsere Wahrnehmung verzerren

Dauerkrise, Narrative

Es ist merkwürdig, wie bestimmte Entwicklungen sich leise anschleichen und erst rückblickend ihre ganze Wirkung zeigen. Wenn ich heute darüber nachdenke, wie ich Nachrichten wahrnehme, merke ich, dass sich mein Umgang damit schon vor mehr als zwanzig Jahren grundlegend verändert hat. Seit der Jahrtausendwende schaue ich kaum noch klassische Fernsehnachrichten. Das war nie eine bewusste Entscheidung gegen etwas – eher ein schleichendes Herauswachsen. Irgendwann fiel mir schlicht auf, dass die tägliche Berieselung durch wechselnde Weltuntergänge weder mein Leben verbesserte noch meine Sicht klarer machte.

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Zustand der deutschen Wirtschaft 2025: Fünf Jahre Krise, Zahlen, Trends und Ausblick

Zustand Deutsche Wirtschaft 2025

Wenn man heute auf die deutsche Wirtschaft schaut, ist es fast unmöglich, die letzten fünf Jahre voneinander zu trennen. Es war eine Kette von Ereignissen, die sich überlagert, verstärkt und teilweise gegenseitig blockiert haben. Der Startpunkt war 2020 – das Jahr, in dem die Pandemie das öffentliche Leben, die Lieferketten und ganze Branchen auf einen Schlag zum Stillstand brachte. Viele Unternehmen mussten schließen, Produktionen wurden unterbrochen, und staatliche Hilfen sollten kurzfristig verhindern, dass die Wirtschaft komplett einbricht.

Was damals wie eine vorübergehende Ausnahmesituation wirkte, entwickelte sich jedoch zu etwas Größerem: Die Folgen der damaligen Entscheidungen ziehen sich bis heute durch den Alltag von Unternehmern, Selbstständigen und Arbeitnehmern. Wer damals dachte, dass nach ein paar Monaten alles wieder „sein wird wie früher“, sieht inzwischen, dass sich vieles dauerhaft verändert hat.

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