Digitales Geld verstehen: Bitcoin, Stablecoins und CBDCs einfach erklärt

CBDCs, Kryptowährungen und Stablecoins

Es gab Zeiten, da war Geld im Alltag einfach „da“. Man verdiente es, hob es ab, bezahlte damit, überwies Rechnungen – fertig. Und genau darin lag eine stille Qualität des alten Systems: Es war so zuverlässig, dass man es kaum bemerkt hat.

Viele technische Dinge funktionieren am besten, wenn sie unsichtbar bleiben. Bargeld ist dafür ein gutes Beispiel: Es ist greifbar, leicht verständlich, und es erlaubt einen Austausch, ohne dass im Hintergrund sofort ein System mitläuft, das alles protokolliert oder auswertet. Über Jahrzehnte war das normal. Man musste kein Experte sein, um am Wirtschaftsleben teilzunehmen. Das wird sich in Zukunft ändern.

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Ulrike Guérot: Eine Europäerin zwischen Idee, Universität und öffentlichem Diskurs

Ulrike Guérot und Europa

Es gibt Menschen, deren Gedanken man nicht deshalb gerne verfolgt, weil man ihnen in allem zustimmt, sondern weil sie sich bemühen, die Dinge zu durchdringen. Ulrike Guérot gehört für mich zu diesen Stimmen. Seit einigen Jahren sehe ich mir immer wieder Vorträge von ihr an – nicht regelmäßig, nicht ritualisiert, sondern dann, wenn mir ein Thema begegnet, bei dem ich das Gefühl habe, dass es sich lohnt, genauer hinzuhören. Was dabei auffällt: Sie argumentiert ruhig, strukturiert und weitgehend unideologisch.

Das macht ihre Vorträge nicht spektakulär im medialen Sinn, aber tragfähig. Man kann ihr lange zuhören, ohne das Gefühl zu haben, dass hier ein fertiges Weltbild verkauft werden soll. Gerade in einer Zeit, in der politische Debatten häufig moralisch aufgeladen oder emotional verkürzt werden, wirkt diese Art des Sprechens fast altmodisch. Im besten Sinne.

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Spieltheorie erklärt 25 Jahre Geopolitik: Wie Europa seine strategische Rolle verlor

Spieltheorie erklärt 25 Jahre Geopolitik

Spieltheorie klingt für viele nach trockener Mathematik, nach Formeln, nach etwas, das nur in Vorlesungen oder Planspielen eine Rolle spielt. In Wahrheit ist sie jedoch ein uraltes Denkwerkzeug, das weit vor seiner akademischen Formalisierung existierte. Diplomaten nutzten es, Kommandeure nutzten es, Wirtschaftskapitäne nutzten es – lange bevor es diesen Namen überhaupt trug. Es ist am Ende nichts anderes als die nüchterne Frage:

„Wenn mehrere Akteure in einer unsicheren Lage entscheiden müssen – welche Optionen haben sie, und was folgt daraus?“

Dieses Denken ist heute erstaunlich selten geworden. Statt Alternativen zu analysieren, verengt sich vieles auf moralische Erzählungen oder spontane Deutungen. Dabei wäre gerade in geopolitischen Fragen die klare Analyse der Möglichkeiten das Fundament jeder reifen Politik. Genau dieses alte Handwerk möchte ich in diesem Artikel wieder aufgreifen.

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Die neuen EU-Zensurgesetze: Was Chatcontrol, DSA, EMFA und der AI Act bedeuten

EU Zensurgesetze

In einer zunehmend digitalisierten Welt verbringen wir viel Zeit online: Beim Chatten, Einkaufen, Arbeiten, Informieren. Gleichzeitig verändern sich die Regeln dafür, wie Inhalte geteilt, moderiert oder kontrolliert werden. Die Digital Services Act (DSA), der European Media Freedom Act (EMFA), der geplante Regulation to Prevent and Combat Child Sexual Abuse (CSAR, oft „Chatcontrol“ genannt) und der AI Act sind zentrale Gesetzesvorhaben der Europäische Union (EU), mit denen sie das digitale Umfeld regulieren will.

Diese Regelwerke mögen auf den ersten Blick weit entfernt erscheinen – aber sie haben Auswirkungen auf dich als Privatperson und auch auf kleine oder mittlere Unternehmen. Dieser Artikel begleitet Dich Schritt für Schritt: von der Frage „Was ist hier geplant?“ über die Hintergründe und Zeitachsen bis hin zum Perspektivwechsel: Was bedeutet das konkret für Dich im Alltag?

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